Blog

Heiko Reissig (Tenor) singt „Von Apfelblüten einen Kranz“
aus der Operette von Franz Lehár „Das Land des Lächelns“

„Klassik trifft Show“
Heiko Reissig & Cara Ciutan mit neuem Programm

Heiko Reissig & Cara Ciutan wurden vom Publikum stürmisch gefeiert
zur Premieren ihres neuen Konzertprogramms „Klassik trifft Show“
am 9. April 2024 in Wandlitz.

Beiden Künstler gelingt in ihrem neuen Konzertprogramm die einmalige symbiotische Verbindung von klassischer Musik
mit Elementen der großen Show, Revue und der Pop-Musik vortrefflich. Ein echter Augen- und Ohrenschmaus
auf allerhöchstem Niveau lädt zu gekonnter wie berauschender Unterhaltung ein – live und in Farbe!
(Alle weiteren Konzerttermine werden ständig aktuell auf FB bekannt gegeben!)

„Melody of love“ (Reissig) – Europakonzert im Dom Kultury Gliwice am 2. März 2024. Kulturhaus Gleiwitz (Polen)
mit Nicole Rhoslynn, Heiko Reissig und Die Rheinischen Sängerknaben.
(Aufnahme: TVM-Media/Peter Hoffmann)

„Wir freu´n uns auf den neuen Tag“ (Reissig) – Europakonzert im Dom Kultury Gliwice am 2. März 2024. Kulturhaus Gleiwitz (Polen)
mit Heiko Reissig und Die Rheinischen Sängerknaben.
(Aufnahme: TVM-Media/Peter Hoffmann)

Große Jubiläumsgala der Heiteren Muse 2024 in Berlin „Hier liegt Musike drin“

Großes Künstlerensemble der erfolgreichen Jubiläumsgala Berlin am 18. Februar 2024,
gemeinsam mit Schirmherrin Bundesjustizministerin a.D. Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin
(Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der EKW und der GVL)

Nach der umjubelten Jubiläumsgala 2024
Adrian Laza, Nicole Rhoslynn, Heiko Reissig, Roy Reinker

Aktueller Spendenaufruf der Europäischen Kulturwerkstatt (EKW) Berlin-Wien. Ich unterstütze unsere Kultur und Künstler! Helfen auch Sie mit! Vielen Dank!

Laudatio für Heiko Reissig zum 50. Bühnenjubiläum 2024 in Berlin von Harald Muranka (Evergreen Brothers)

T

Heiko Reissig – Konzerte im Vatikan im Petersdom in Rom 12-2023

Petersdom in Rom – Konzert beim Papst – Heiko Reissig & Rheinische Sängerknaben 12-2023

29. Juli 2023

Sibylle Prinzessin von Preußen und KS Heiko Reissig überreichen Waltraut Haas den Prinz von Preußen-Preis – 2018

CD-Besprechung vom Magazin „Klassik-heute“
Heiko Reissig „Mein Lied für Dich“

von Dr. Michael B. Weiß (30.12.2005)

Für den durchschnittlichen Klassik-Konsumenten wird die äußere Aufmachung der CD vielleicht etwas ungewohnt wirken. Statt eines einführenden Textes wird
das Beiheft durch zahlreiche Widmungen von mehr oder weniger bekannten Kollegen des Künstlers an dessen Adresse illustriert: eine Ansammlung von Dedikationen und reprographierten Autogrammkarten von Persönlichkeiten wie Peter Alexander über Johannes Heesters bis hin immerhin auch zu Nicolai Gedda. Nicht zuletzt durch diese Aufmachung seines Albums „Mein Lied für Dich“ situiert sich der Tenor Heiko Reissig ganz eindeutig innerhalb der so schwierig zu meisternden Gattung der sogenannten leichten Muse. Unbehagen dürfte jedoch nur derjenige empfinden, dem etwa die vergleichsweise weitaus weniger verkrampfte Kultur des Entertainments der USA fremd ist – da würde eine solche Liste von gegenseitigen Reverenzen allein zum unverzichtbaren Grundbestand gehören. Entsprechend vorsichtig muss man die Meinung des Rezensenten bewerten: Wo ein Kollege des People-Magazine vielleicht bereits zu Lobeshymnen hingerissen sein würde, ist dem Kritiker eines deutschen Klassik-Magazins zu einer gewissen Vorsicht zu raten. Dennoch: Man muss schon extrem genussfeindlich sein, um nicht gerechtfertigte Freude an dieser Produktion zu empfinden. Freilich darf man keine Arien-Sammlung erwarten; es handelt sich um Schlager, die teils aus der Robert-Stolz-Zeit stammen, teils fast schon zum Volksgut aufgestiegen sind (Chianti-Lied), teils aber auch von Heiko Reissig selbst komponiert wurden – also wohlgemerkt um Repertoire, das nicht schon dadurch durch jene
gewisse Würdigkeit ausgezeichnet ist, dass es Bestandteil eines übergeordneten anerkannten Bühnenwerkes ist.

Innerhalb dieses Zwischen-Repertoires jedoch hinterlässt Heiko Reissig gleichwohl einen sehr guten Eindruck. Er bewährt sich ganz fabelhaft als Vertreter einer
aussterbenden Gattung: als Tenor, der mit dem Können eines echten Sängers die Unterhaltungsmusik darbietet. In jedem der einzelnen 17 Stücke gefällt Reissigs leichte, mühelose Höhe, sein angenehm glatter, jugendlicher Tenor mit deutlicher Kraft im hohen Register, aber auch in der Mittellage. Artikulation und Phrasierung sind nicht unbedingt direkt klassisch geschult, aber können dennoch mühelos mit dem artifiziellen Geschmack großer tenoraler Helden mithalten. Einzig die etwas zu geringe Bandbreite der Dynamik schlägt negativ zu Buche: Reissig befindet sich recht schnell am dynamischen Grenzwert, wenn er auch – vgl. die Erinnerungen an Sorrento – zu gemäßigten Tönen fähig ist. Entscheidend jedoch ist, dass Reissig all diese untiefen Lieder mit Ernst und Hingabe singt, nicht etwa mit der sehr schnell schal
werdenden Ironie heute ungleich berühmterer Sänger, die auf den Charme der bloß imitierten alten Kunst setzen.

Die begleitenden Arrangements sind allesamt sehr ordentlich und zeugen von der Professionalität Manfred Rosenbergs, der auch am Dirigentenpult dem Deutschen Filmorchester Babelsberg vorsteht. Rosenberg orchestrierte keinesfalls glatt oder klischeehaft; er unterlegt der Singstimme gerne den Spaltklang der Trompete, und holt damit interessante Facetten aus der Begleitatmosphäre hervor. Eines Faktes freilich muss man sich gegenwärtig sein: Reissig singt zwar sehr schön, und das Orchester zeugt sehr bildhaft davon, dass der Tenor, wie ein Schlager behauptet, der Don Juan von Sevilla sei – genau eine solche personale Erotik jedoch würde ihm wohl in
dieser vokalinstrumentalen Umgebung niemand abkaufen: weil das alles eben, wie der Schlager so schön sagt, nur Spiel ist. Dieses Spiel jedoch mit den Untiefen
beherrscht Reissig perfekt. Chapeau vor einer aussterbenden, aber eben noch nicht ausgestorbenen Gattung des tenoralen Entertainments.